Was stimmt wirklich?

Mythen rund um Botulinumtoxin

junger mann mit kurzen haaren und dreitagebart ist überrascht und öffnet augen und mund weit

Ist Botulinumtoxin ein gefährliches Nervengift?

Dieser Gedanke ist nachvollziehbar – denn tatsächlich handelt es sich bei Botulinumtoxin um einen Naturstoff, der in hohen Dosen toxisch wirken kann. In der zahnmedizinischen Anwendung jedoch wird Botulinumtoxin in extrem geringen, exakt dosierten Mengen eingesetzt. Diese Mengen liegen weit unterhalb jeder gesundheitsgefährdenden Schwelle. Das Präparat wird seit Jahrzehnten weltweit sicher eingesetzt – nicht nur in der Ästhetik, sondern auch in der Neurologie, Orthopädie und eben in der Zahnmedizin. In professionellen Händen ist Botulinumtoxin ein bewährtes und gut verträgliches Therapeutikum.

Betäubt Botulinumtoxin die Muskulatur?

Nein – Botulinumtoxin ist kein Betäubungsmittel. Es wirkt nicht auf das Schmerzempfinden, sondern hemmt gezielt die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel. Dadurch wird die Muskelaktivität reduziert, ohne dass ein Taubheitsgefühl entsteht. Sie spüren Ihren Kiefer weiterhin ganz normal – nur das übermäßige Anspannen und Knirschen wird deutlich gemindert. Sprechen, kauen und lachen funktionieren wie gewohnt.

Kann es zu einer permanenten Lähmung kommen?

Nein. Die muskelentspannende Wirkung von Botulinumtoxin ist vollständig reversibel. Nach 3 bis 6 Monaten baut der Körper den Wirkstoff auf natürlichem Weg ab, und die Muskelaktivität kehrt vollständig zurück. Eine dauerhafte Lähmung ist bei fachgerechter Anwendung ausgeschlossen. Genau diese zeitlich begrenzte Wirkung macht Botulinumtoxin zu einer sicheren und gut kontrollierbaren Therapieoption.

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Bild: Andrea Piacquadio/pexels