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Wie die Zahnmedizin dabei helfen kann
Atemaussetzer im Schlaf?

Wer nachts schnarcht oder unter Atemaussetzern leidet, denkt meist zuerst an den Hausarzt oder einen HNO-Spezialisten. Doch auch die Zahnmedizin spielt eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Schnarchen und Schlafapnoe. Zahnarzt Florian Schneider vom MVZ LD1 in Gelsenkirchen-Buer erklärt, wie eine individuelle Schnarchschiene den Schlaf – und die Gesundheit – nachhaltig verbessern kann.
Schnarchen und Atemaussetzer: Harmlos oder gefährlich?
Schnarchen ist weit verbreitet. Schätzungsweise schnarcht jeder dritte Erwachsene regelmäßig – doch nicht jedes Schnarchen ist gleich. Während harmloses Schnarchen vor allem den Bettpartner stört, kann die sogenannte obstruktive Schlafapnoe (OSA) ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Bei der Schlafapnoe erschlafft die Rachenmuskulatur so stark, dass die Atemwege sich während des Schlafs wiederholt vorübergehend verschließen. Die Folge: Der Körper kämpft gegen den Sauerstoffmangel an, wird immer wieder aus dem Tiefschlaf gerissen – ohne dass die Betroffenen es bewusst wahrnehmen.
Typische Warnsignale für eine Schlafapnoe sind:
- Lautes, unregelmäßiges Schnarchen mit hörbaren Atempausen
- Morgendliche Kopfschmerzen und trockener Mund beim Aufwachen
- Ausgeprägte Tagesmüdigkeit trotz ausreichend Schlafstunden
- Konzentrationsprobleme und Reizbarkeit tagsüber
- Bluthochdruck, der sich schwer einstellen lässt
Langfristig erhöht eine unbehandelte Schlafapnoe das Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfall und Typ-2-Diabetes erheblich. Wer eines oder mehrere dieser Symptome erkennt, sollte schnell handeln.
Was man selbst für einen besseren Schlaf tun kann
Bevor eine medizinische Therapie eingeleitet wird, lohnt es sich, einige Lebensstilfaktoren zu überprüfen und anzupassen. Diese Maßnahmen können Schnarchen und leichte Schlafapnoe deutlich lindern:
- Schlafposition: Rückenschläfer schnarchen häufiger, weil die Zunge und das Weichgewebe im Rachen leichter nach hinten fallen. Eine Seitenlage verbessert die Atemwege oft spürbar.
- Gewichtsreduktion: Überschüssiges Gewicht, besonders im Bereich des Halses, verengt die Atemwege mechanisch. Schon eine moderate Gewichtsabnahme kann Schnarchen deutlich reduzieren.
- Alkohol und Schlafmittel meiden: Beide entspannen die Rachenmuskulatur zusätzlich und verschlimmern Schnarchen und Atemaussetzer erheblich.
- Regelmäßige Schlafzeiten: Ein stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus fördert tiefe, erholsame Schlafphasen und stärkt den gesamten Organismus.
- Nasenpflege: Eine freie Nasenatmung ist essenziell. Nasenduschen, Nasenstrips oder das Behandeln einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung können helfen, die Nacht ruhiger zu gestalten.
Diese Maßnahmen sind wichtige erste Schritte – reichen aber bei mittelschwerer oder schwerer Schlafapnoe allein nicht aus.
Die zahnärztliche Lösung: Schnarchschiene vom Zahnarzt
Hier kommt die Zahnmedizin ins Spiel. Seit dem 1. Januar 2022 ist die Unterkieferprotrusionsschiene (UPS) bei leichter bis mittelschwerer obstruktiver Schlafapnoe eine anerkannte Kassenleistung der gesetzlichen Krankenkassen, wenn die Patienten eine Verordnung vom HNO-Arzt haben – ein wichtiger Meilenstein für Millionen Betroffene in Deutschland.
Die Schnarchschiene wird individuell nach Gebissabdrücken im zahntechnischen Partnerlabor angefertigt und exakt auf den Kiefer des Patienten abgestimmt. Sie funktioniert nach einem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip: Im Schlaf verlagert die Schiene den Unterkiefer und die Zunge leicht nach vorne. Dadurch bleiben die Atemwege offen, die Rachenmuskulatur kann nicht mehr kollabieren – und das Schnarchen bleibt aus.
„Viele meiner Patienten kommen erschöpft und mit dem Gefühl zu mir, nie richtig ausgeschlafen zu sein. Dabei ist ihnen oft gar nicht bewusst, dass ein zahnärztliches Problem dahinterstecken kann. Die individuell angepasste Schnarchschiene ist eine elegante, sanfte Lösung – ohne Operation, ohne Maske, ohne Lärm. Und die Ergebnisse sind oft beeindruckend: Patienten berichten, dass sie nach Jahren wieder wirklich tief und erholt schlafen.“, so Zahnarzt Florian Schneider, MVZ LD1, Gelsenkirchen-Buer
Schnarchschiene vs. CPAP-Atemmaske – was ist besser?
Bei schwerer Schlafapnoe ist die CPAP-Atemmaske (Continuous Positive Airway Pressure) nach wie vor das Mittel der ersten Wahl. Doch viele Patienten empfinden das Gerät als laut, unbequem und störend – und tragen es deshalb kaum oder gar nicht konsequent.
Die Schnarchschiene ist hier eine echte Alternative: Sie ist klein, handlich und unauffällig. Sie macht keinen Lärm, erfordert keine Stromversorgung und lässt sich problemlos auf Reisen mitnehmen. Studien belegen, dass Patienten eine Schnarchschiene deutlich häufiger und konsequenter tragen als eine CPAP-Maske – und dass die Therapietreue entscheidend für den Behandlungserfolg ist.
Bei leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe ist die Schnarchschiene der CPAP-Maske in der Praxis daher oft ebenbürtig oder überlegen.
So läuft die Behandlung bei Zahnarzt Florian Schneider ab
Im MVZ LD1 beginnt die Behandlung mit einem ausführlichen Beratungsgespräch. Zahnarzt Florian Schneider und sein Team klären, ob eine Schnarchschiene für den jeweiligen Patienten geeignet ist, und nehmen präzise Scans des Ober- und Unterkiefers. Das Partnerlabor fertigt daraufhin maßgeschneiderte Schienen an, die anschließend eingepasst und bei Bedarf individuell angepasst wird. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen stellen sicher, dass die Schienen optimal sitzen und keine unerwünschten Auswirkungen auf Kiefergelenk oder Zahnstellung entstehen.
Fazit: Gut schlafen beginnt beim Zahnarzt
Wer nachts schnarcht, tagsüber erschöpft ist oder unter Atemaussetzern leidet, sollte das nicht als unvermeidliches Schicksal hinnehmen. Eine individuelle Schnarchschiene vom Zahnarzt kann die Schlafqualität grundlegend verbessern – und damit die Lebensqualität insgesamt steigern. Bei gesetzlich Versicherten übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Versorgung mit einer Unterkieferprotrusionsschiene bei diagnostizierter Schlafapnoe.
Schlafen Sie endlich wieder durch. Vereinbaren Sie noch heute ein Beratungsgespräch im MVZ LD1 bei Zahnarzt Florian Schneider in Gelsenkirchen-Buer.
Bild: Moon Safari/istockphoto
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